Grundausstattung Eines Autors - Teil Zwei

 
 


Willkommen in 2022 und willkommen zurück.

Nachdem es im letzten Blogpost um die Organisation des Schreibens und des Autorenlebens ging, geht es heute darum, was mit all dem Zeug macht, dass sich dann ansammelt und was man gemeinhin unter Geschichten versteht. Wo veröffentlicht man das, vor allem dann, wenn man noch nicht den eigentlichen, den großen Schritt wagen möchte? Gibt es da was eine Nummer kleiner? Und was macht man in Sachen Social Media?

Hier werdet ihr fündig.


Plattform für den Blog:

Jahrelang war ich bei Tumblr und damit zufrieden. Vorteil: Tumblr ist eine von vielen Plattformen, die kostenlos sind. Es hatte alles, was ich wollte und es war durchaus solide. Zudem war es sowohl vom Computer, als auch vom Handy aus bedienbar, was mir damals sehr zupasskam, da ich viel vom Handy aus arbeitete und bloggte. Der Nachteil: ich war etwas eingeschränkt, was das Design angeht. Natürlich war die Grundausstattung, wie bereits gesagt, solide und für meine Bedürfnisse völlig ausreichend, aber mit den Jahren musste ich meinen Blog immer mehr erweitern und auf den Geschmack gekommen, wollte ich dann doch immer mehr, weswegen ich nun gewechselt bin.

Doch was ist mit Anfängern?

Für Anfänger gilt: weniger ist mehr. So viel brauchst Du nicht.

Kommentarfunktion? Eigentlich sinnlos, weil es kennt einen niemand, wer sollte also kommentieren? Einen Newsletter? Wer will sich da einschreiben? Extra Produktseiten für die eigenen Werke? Hast du denn schon welche veröffentlicht?

Man merkt, vieles ist obsolet und eigentlich gibt es nur eins, das man wirklich braucht: einen Platz, an dem man das veröffentlichen kann, was man möchte.

Und dafür gibt es da draußen einen Haufen Angebote. Wordpress, Tumblr, Drupal. Jimdo und wie sie nicht alle heißen. Alle sind mehr oder weniger intuitiv zu bedienen und, wenn man Glück hat, sogar kostenlos.

Was das Design angeht…

Ganz zu Anfang waren die kostenlosen Plattformen da ziemlich im Hintertreffen, doch auch das hat sich inzwischen geändert und auch die kostenlosen Plattformen bieten inzwischen schöne Designs, manchmal sogar Bilder, die man in seinen Artikeln verwenden kann. Möchte man mehr haben, klar, dann muss man auch hier zahlen, aber in der Regel kommt man mit den kostenlosen Angeboten durchaus auf einen grünen Zweig.

So, wenn also davon ausgeht, dass man all den Klimbim nicht braucht und das Design auch in Ordnung ist, worauf sollte man dann überhaupt achten?

Als Erstes auf die Bedienung.

Stell dir die Frage, ob du gut mit der Plattform klarkommst. Wie ist es mit dem Posten von Artikeln? Kannst du das auch im Schlaf oder musst du immer wieder mühsam herausfinden, wie das noch gleich ging? Wenn das der Fall ist, wäre ein anderer Anbieter besser, denn auf Dauer ist das nur nervig, wenn man nicht weiß, wie der eigene Blog funktioniert. Dann steht auch die Frage im Raum, womit du arbeitest. Hast du einen großen Bildschirm? Oder bist du auf das Handy angewiesen, weil du viel zwischen Tür und Angel machen musst / willst? Sieh dir also an, wie der Blog auf den jeweiligen Bildschirmen aussieht und wie man damit arbeiten kann, denn die Bedienung kann unterschiedlich sein.

Dann die Planung.

Ich erwähnte es bereits das letzte Mal, ich plane meine Artikel teilweise Monate im Voraus, komme nicht immer dazu sie wirklich auf die Minute pünktlich zu veröffentlichen. Daher bin ich darauf angewiesen, dass das Tool oder die Plattform für mich macht. Eine Funktion, bei der ich Artikel einstellen kann, die dann automatisch zu einem festgelegten Zeitpunkt veröffentlicht werden, hilft den Blog auf lange Sicht am Leben zu erhalten. Wenn du also auch auf so was angewiesen bist, dann prüfe, ob das geht.

Noch ein Kriterium ist der richtige Ort, bzw. die Zielgruppe.

Bist du sicher, dass du einen Blog genau da brauchst? Je nachdem, was du tust, könnte es sein, dass eine andere Plattform mit einem anderen Publikum viel besser für dich wäre. Wenn du zum Beispiel deine Geschichten festhalten und in die Welt hinausschicken möchtest, wäre ein Blog für dich nicht unbedingt die erste Wahl. Dann wäre eine Plattform auf der viele Autor*innen ihre Werke veröffentlichen eher dein Ding, denn da werden die Leute zuerst suchen, wenn sie Lust haben spannende Geschichten zu lesen. Ehe du also etwas mühsam einrichtest, solltest du prüfen, ob du am richtigen Ort bist. Es bringt nichts, auf einem Fischmarkt Besenstiele anzupreisen. Auswahl für alle, die ihre Geschichten veröffentlichen wollen, gibt es auch zu Hauf.

Von Wattpad, über storyban, belletristica, fanfiction… Auch hier herrscht ein reiches Angebot und wenn man sich mit anderen Autor*innen vernetzen möchte, auch dazu gibt es bei den meisten die Chance.

Neben dem Blog, der ein Stück zu Hause im Netz ist, sollte man sich noch einen weiteren Kanal zulegen, auf dem man aktiv ist. Anbieten würden sich hier etablierte Formate wie Facebook, was in der Schreibercommunity ziemlich beliebt ist, oder aber Twitter, wo sich unter den einschlägigen Hashtags (Autorenleben, schreiben und ähnliche) zahlreiche Kolleg*innen finden lassen. Gleiches gilt für Instagramm, wobei ich da den Eindruck habe, dass dort die Lesecommunity deutlich aktiver ist. Klar, von einem noch nicht wirklich existierenden Buch ist es schwer schicke Fotos zu machen. Und wer will schon in einer Tour sehen, wie jemand in die Tasten haut. Dennoch, wer möchte, schaut vorbei. Unter Hashtags wie autorenaufinstagramm, autorenleben, autorenalltag, schreibend wird man sicher nette Gesellschaft finden. Und der Punkt bringt mich gleich zum nächsten Tipp:


know your Tags:

Denn ohne die läuft nichts.

Ich muss zugeben, das ist ein Teil, mit dem ich mich relativ wenig konsequent beschäftigt habe. Ich schreibe einfach Hashtags drunter, von dem ich meine, dass sie passen könnten. Auf Twitter bin ich oft sehr erfolgreich, wenn ich den Hashtag selfpub verwende, wobei ich den Verdacht hege, dass sich dort vor allem die englischsprachige Welt herumtreibt, was auf meine Inhalte nicht wirklich passt, schreibe ich doch auf Deutsch. Meistens jedenfalls.

Dennoch, es gibt Leute, die sich damit beschäftigt haben und wenn man Google anwirft, wird man bestimmt fündig.

Bilder:

Noch ein wichtiger Tipp für die eigenen Artikel, aber auch bei meinen Geschichten habe ich sie gern eingesetzt, um mich von der Masse abzusetzen: Bilder.

Allerdings nicht irgendwelche. Zum einen müssen sie zum Thema passen und zum anderen, dank Instagramm, sind die Ansprüche inzwischen ziemlich hoch. Einfach mal mit dem Handy ein Foto machen und dann posten… Je nach Talent, das man im Umgang mit der Kamera hat, kann das klappen, muss aber nicht. Und man wird auch kaum für wirklich jede Situation im Leben ein tolles Bild haben. Daher ist es wichtig zu wissen, wo man an Bilder kommt, sollte man selbst mal keins haben. Wenn man mit dem Blog auf einer entsprechenden Plattform ist, kann es sein, dass man auch eine Auswahl an Bildern zur Verfügung gestellt bekommt. Manchmal muss man einen kleinen Obolus dafür lassen, aber in der Regel ist das okay. Wenn man sich das auch nicht leisten können sollte, dann schaut mal hier nach „Shutterstock und Co“ da werdet ihr fündig.

Gibt es sonst noch etwas, dass jeder Autor braucht?

Das werden wir im nächsten Beitrag klären. Also, schaut vorbei.

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